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Frottee di Mare - Frottee Freaks

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 —  Story
  • Filler Rob web
    Rob Filler
    Copywriter

„Die europäische Frottee-Kultur ist unterentwickelt“ sagten sich Jan Leu und Nina Hebting – und zogen los, ebendiese zu revolutionieren. Mit Hand- und Badetüchern, die nicht nur der Haut, sondern auch dem kunstinteressierten Auge schmeicheln. Für den Aufbau ihres Unternehmens „Frottee di Mare“ lassen sie sich von unserem Programm „Creative Link“ coachen.

Badetücher als Innovationsfeld zu entdecken – dazu gehört neben Mut auch eine gehörige Portion „Freakiness“. Bei Jan Leu hat sich diese bereits während des Studiums entwickelt. Eingeschrieben an der ETH in Zürich im Fach Architektur, fragte er sich, warum das Merchandising der Hochschule – Caps, Pullover, Shirts – nicht cooler und peppiger aussieht, so wie das der amerikanischen Unis. Seine Ideen fanden damals nur bei den Kommilitonen Gehör, nicht jedoch bei den Verantwortlichen. Aber die Lust, aus alltäglichen Dingen etwas Besonderes zu machen, festigte sich – und Jan Leu wechselte ins Design.

Was folgte, waren zwei wegweisende Begegnungen. Zunächst begegnete er der Künstlerin Nina Hebting, seiner heutigen Partnerin. Ihre abstrakten Zeichnungen faszinierten ihn. Und er machte Bekanntschaft mit einem hochwertigen Badetuch, das er sich aus einer Laune heraus gegönnt hatte. „Dieser schöne Stoff, diese wunderbare Verarbeitung – ich fragte mich, warum gibt es davon nicht mehr?“ Irgendwann war die Idee da, Ninas Kunst und edles Frottee zusammenzubringen.

Von der Aquarell- und Ölmalerei kommend, hatte sich Nina Hebting bisher nicht mit Stoffen und Webtechniken auseinandergesetzt. Doch jetzt tat sie das umso mehr. Vor allem reizte sie die Limitierung, die das Weben mit sich bringt: „Man kann immer nur mir zwei Farben arbeiten – und alles, was man auf der Vorderseite fabriziert, hat Konsequenzen auf der Rückseite.“ Nina Hebting hat sich dabei zum Ziel gesetzt, diese Limitierung gefühlt aufzuheben, sie unsichtbar zu machen durch geschickten Umgang mit Flächen und Linien.

Um ihre Idee möglichst schnell auf den Markt zu bringen, entschieden sich die beiden für ein Crowd-Funding-Modell: Jeder Funder konnte ein Frotteetuch gegen Vorauszahlung vorbestellen. Mit dem eingesammelten Geld konnte die Herstellung der ersten Tücher beginnen. Hierzu wurde eine Produktions-Partnerschaft mit einer der letzten Frottee-Webereien im Alpenraum eingegangen. 

Frottee di Mare – so der klangvolle Name des jungen Unternehmens – sollte von Beginn an in der Erfolgsspur fahren. Deshalb entschieden sich die beiden Gründer für ein professionelles Coaching vom Creative Hub: Seit Anfang 2017 lassen sie sich im „Creative Link“ Coaching fit machen in Fragen der Marktbearbeitung, dem Online-Marketing und weiteren Themenfeldern. 

Nina Hebting: „Gerade für Leute wie uns, die aus einer eher musischen und weniger kaufmännischen Ecke kommen, ist dieses Coaching sehr wertvoll.“ Neben der Know-how-Vermittlung sehen die beiden aber noch einen weiteren grossen Vorteil unseres Coachings. Jan Leu: „Man bekommt ehrliches Feedback auf seine Geschäftsidee und jede Menge Anregungen, Dinge zu optimieren. Besonders die Handelserfahrung vieler Leute hier bringt uns wirklich weiter.“

Man sieht es an den Listungen: Frottee di Mare ist mittlerweile in den angesagten Zürcher Concept Stores „Einzigart“, „Edition Populaire“, „Norkind“ und „Tipi“ vertreten, im Landesmuseum Zürich, der Fondation Beyeler Basel, Kunsthalle Basel sowie im MUDAC Lausanne. Weitere Retailer werden demnächst folgen. Wir bleiben dran – selbstverständlich hautnah.

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